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Rivington

Am Rande der Moorgebiet der westlichen Pennines, zwischen Chorley und Bolten liegen die Rivington Terrassengärten. Die unter dem Namen "chinesische Gärten" bekanntgewordene Anlage enstand nach den Vorstellungen des Seifenherstellers William Hesketh Lever und wurde von dessen Gartendesigner Thomas Mawson umgesetzt.
Lever wurder 1851 in Bolton geboren, arbeitet zuerst im Laden seines Vaters, ging jedoch später in die Produktion der Seife "Sunlight", die aus Pflanzenöl hergestellt wurde. Später ging er mit seinem Unternehmen, aus dem später der Chemiekonzern Unilever entstand, nach Wirral.
Um sich ein schönes Anwesen zu bauen, kaufte Lever 2000 Land einschließlich der Rivington Hall. Davon bot er der Öffentlichkeit 400 für einen Park neben den Reservoirs. Als Reaktion darauf erzwang das Liverpool Corporation Water Board vom Parlament den Verkauf des größten Teil des Anwesens an sie. Lever konnte aber immerhin durchsetzen, dass die 400 wirklich für den Park genutzt wurden (Lever Park) und für ihn selber 45 überblieben, auf denen er sich sein Haus baute und später auch den Garten anlegte.
1913 brannte das Gebäude nieder, woraufhin Lever ein Anwesen aus Stein und Beton baute. Zusätzlich beauftrage er Mawson mit der Anlage einer großen Gartenanlage. Allen Spöttern zum Trotz entstanden in den nächsten 20 Jahren der italienische, der japanische und der Berggarten, für die Mawson weltweite Anerkennung bekam. Bepflanzt wurden die Gärten mit besonders robusten Pflanzen, zum Beispiel Rhododendron.
Der italienische Garten erinnert lediglich in seinem Stil an die römischen Vorbilder, die Pflanzen wurden entsprechend dem Klima Englands ausgewählt.
In das Moorland wurden Terrassen geschnitten, die über eine Vielzahl von Treppen, Bögen, Brücken und Wegen miteinander verbunden waren. Aussichtspunkte wurden erstellt, die an einem guten Tag Blicke über Lancashire nach Cumbria und Wales ermöglichen. Um zusätzlich an Höhe zu gewinnen wurde noch ein Turm errichtet, auf dem Levers Frau außerdem ihre Musik übte. Aufgrund der Nähe zu den Taubenschlägen erhielt der Turm später den Namen Taubenturm (Pigeon Tower)
Der japanische Garten besteht aus einem See, in den das Wasser über einen spektakulären Wasserfall fließt - in der Theorie zumindest, denn die Wasseranlage läuft leider nicht mehr. Weiterhin gab es kleine Pagoden und andere japanische Schmuckelemente um den See, von denen aber nichts mehr erhalten ist.
Der Berggarten liegt westlich des japanischen Gartens. Das vorherrschende Merkmal sind die vielen Bächlein. Wasser war aufgrund der Moore ja ausreichend vorhanden, die Herausforderung war also eher, es von dort fernzuhalten, wo es nicht erwünscht war bzw. nur auf den beabsichtigen "Wegen" entlangzuleiten.
Die frühere Schönheit der Gärten läßt sich leider nur noch erahnen. Dennoch bietet auch heute das Gebiet einen guten Ausgangspunkt für stundenlange Erkundungen der Wege durch den "verwunschenen" Rhododendronwald :-)

Entfernung: 8 Meilen (13 km)
gelaufen: September 2005
Dauer: 4 Stunden für die Wanderung, viel Zeit zum Erforschen des Anwesens einplanen!
Start: Einer der vielen Parkplätze um die Rivington Hall
Der Weg führt zuerst über das Anwesen Levers und später über Moor. Die Wege sind zumeist trocken, gerade nach Regen kann es jedoch auch feuchte Stellen geben.
Vom Parkplatz aus folgt man den Ausschilderungen zum "Rivington Hall Barn". Es geht eine recht breite Straße auf ein Anwesen zu, kurz davor geht jedoch der Weg nach links zum Hintereingang (und einem weiteren Parkplatz).
Dort verläßt man die Straße und nimmt stattdessen den Weg, der leicht nach links und aufwärts führt. Man gelangt auf einen weiteren Parkplatz, von dem aus man den Weg wählt, der in südöstlicher Richtung an einer Waldgrenze bergauf führt.
So gelangt man zum Pigeon Tower. Wer will kann jedoch auch vom Weg abweichen und stattdessen die vielen verschlungenen Pfade erforschen. Wenn man davon genug hat muss man lediglich bergauf laufen und sieht früher oder später entweder den Pigeon Tower oder den Turm auf dem Rivington Pike.
Wer nicht aus Zufall schon dort landet, sollte auf jeden Fall noch den Umweg über den Rivington Pike machen. Von dort hat man einen wunderschönen Rundumblick! Man sieht auch den Pigeon Tower, zu dem man zurückkehren muss, um mit der Wanderung fortzufahren.
Vom Turm folgt man dem Weg, der als "Concessionary Path" ausgeschildert ist und vom Anwesen wegführt. Dieser führt quer durch das Moor zu einer Straße. Auf dieser läuft man ein paar Meter nach rechts, bis zu einem Schild, das eine Bezirksgrenze anzeigt. Gegenüber gibt es einen kleinen Parkplatz und einen Pfad, dem man Richtung Hügel folgt.
Nach etwa der Hälfte des Weges, kurz bevor der eigentliche Anstieg auf den Hügel beginnt, geht ein Weg nach links ab. Dieser führt (wieder einmal) über Moor, später in der Nähe alter Mauern vorbei zu dem verfallenen Anwesen von Higher Hempshaw.
Wo sich der Weg teilt, nimmt man den rechten Abzweig (beide Wege führen später jedoch wieder zusammen). Dem Hauptweg folgend gelangt man zu einem alten Steinbruch. Die Informationstafel ist recht interessant, von den alten Arbeiten sieht man jedoch nichts mehr, so dass sich der eingezeichnete kleine Rundweg nicht lohnt.
Weiter geht es den Fluß entlang, erstmal jedoch ohne ihn zu überqueren. Später kommt man über eine steinerne Brücke und kurze Zeit später zu einer Straße, der man nach rechts folgt. Die Straße führt um das Yarrow Reservoir herum. Man sollte nicht zu dicht an der Mauer laufen, da sich dort zu viele Mücken rumtreiben.
Bei einem kleinen Damm verläßt man die Straße und läuft stattdessen über diesen, um weiter das Reservoir zu umrunden. Der Weg führt jetzt so lange geradeaus, bis man zu einer asphaltierten Straße kommt, auf die man nach rechts abbiegt.
Auf dieser geht es am Lower Rivington Reservoir vorbei. An einer Straßenkreuzung (über diese ist man zum Parkplatz gefahren) biegt man nach links ab und läuft die paar Meter zum Schild mit der Aufschrift "Bridleway". Diesem folgend geht es durch einen Wald am Reservoir entlang bis zum Parkplatz.